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Runde A – Handwerksausstellung in drei Etagen des Kornspeichers

Im ersten Stock machen wir uns unter anderem mit der Seifenherstellung und dem Waschen und Mangeln von Wäsche bekannt. Es gibt hier eine einzigartige Ausstellung über den Stockmacher, Uhrmacher, Schnitzer, Schuhmacher, Barbier, Perückenmacher, Krämer und Schneider. Das beliebteste Exponat in dieser Etage ist ein einzigartiger, geschnitzter mechanischer Miniaturpark, der speziell für das Handwerksmuseum angefertigt wurde und verschiedene Handwerke veranschaulicht.

In der zweiten Etage sind vor allem Gewerbe vertreten, die sich mit der Lebensmittelherstellung befassen. Zu sehen ist aber auch eine Stube, die zeigt, wie man vor mehr als 100 Jahren lebte. Den dominanten Raum nehmen der Mühlenbetrieb mit dem Teil eines Wasserrads, die Bäckerei, der Zuckermacher, der Fleischer, die Käse-, Butter- und Sodawasserherstellung und der Imker ein. In diesem Stock lädt eine spezielle Holzrutsche dazu ein, auf einem Sack ins untere Stockwerk zu rutschen.

Die dritte Etage stellt neben der Ausstattung einer ländlichen Gastwirtschaft und von Feuerlöschtechnik auch den Büchsenmacher, den Gendarmen, den Eisenbahner, den Bürstenmacher, die Stoffweberei, den Sattler, die Herstellung von Seilen und das Pressen von Leinöl sowie den Bestatter vor.

Runde B - Mechanische Werkstätten

Die mechanischen Werkstätten bestehen aus den grundlegendsten und ältesten böhmischen Handwerken. Dank der Kenntnis der Holz- und Metallbearbeitung bauten die Menschen ihre Behausungen, stellten Waffen zu ihrer Verteidigung und zur Jagd sowie Gerätschaft für Haushalt und Landwirtschaft her. Die Ausstellung wird durch einen komplett ausgestatteten Gemischtwarenladen aus der Gemeinde Jásenná vervollständigt.

Ein Schlosser hatte die technischen Kenntnisse eines Schmieds und auch dessen Werkstattausrüstung. Er stellte präzisere Produkte kalt her, während der Schmied mit heißem Metall und mit weniger genauer Formgebung arbeitet. Der Schmied schmiedet das Eisen in die notwendige Form und der Schlosser feilt; der Schmied spaltet das Material und der Schlosser schneidet; der Schmied locht das Eisen und der Schlosser bohrt. Die Schlosserwerkstätten wurden schrittweise mit Maschinen ausgestattet, die einem konkreten Zweck dienten, zum Beispiel zum Drehen, Fräsen, Hobeln, Bohren usw.

Klempner - Blechner. In Zeiten, als die Herstellung dünner Metallbleche, die durch Hämmern erfolgte, sehr schwierig war, waren Erzeugnisse aus Blech sehr selten. Gefäße für Lebensmittel wurden aus Kupfer-, später aus  Messingblech hergestellt, das verzinnt wurde. Eiserne Gefäße wurden von Schmieden hergestellt. Klempner verkauften ihre Ware in eigenen Länden oder lieferten sie in Läden. Sie fertigten Lampen, Laternen, Dosen, Näpfe, Deckel, Teller, Badewannen usw. Für den Bau von Häusern lieferten sie dann Rinnen, Rohre oder Blechdachabdeckungen. Auf den Dächern dann Blechtürmchen und Kapitelle sowie Blitzableiter. Die Klempnerarbeit war in der Regel nicht so anstrengend, aber langwierig, sie verlangte geräumige Werkstätten und eine beträchtliche Anzahl von Gesellen.

Das Schmieden ist ein Handwerk, das schon im Mittelalter existierte. Vom Schmied sprach man als einem reinen, wahrhaftigen und aufrechten Menschen. Schmiede und Schmiedinnen waren auch Wundheiler und Tierärzte. Die Schmiede war der Ort, wo sich Leute aus der ganzen Umgebung trafen und hier ihre Probleme klärten. Schmiede hatten ihre eigenen Gepflogenheiten und abergläubischen Vorstellungen. Am typischsten ist das Hufeisen, das bis heute als Glücksbringer gilt. Das Klingen der Hämmer pflegte einen perfekten Rhythmus zu haben, und wenn die Schmiedeklänge früh am Morgen zu hören waren, nannten die Leute in den Dörfern es das „morgendliche Schmiedegebet".

Herstellung von Zementartikeln – die Exponate stammen von der Firma Barták aus Polná bei Jihlava und sind eine Leihgabe des dortigen Stadtmuseums. Auf den Tischen sind Mittel und Formen für das Pressen und die Herstellung von Zementtaschen, die als Dachdeckung verwendet wurden. Außerdem sind hier Kopierleisten, Formen und Mittel für die Herstellung von Betontrögen zum Füttern des Viehs usw. zu sehen.

Weitere, hier präsentierte Handwerke sind Steinmetz, Hafner (Ofensetzer) und Ziegelmacher.

Laden mit gemischten Kolonialwaren und Eisen aus der Gemeinde Jásenná (befindet sich zwischen Jaroměř und Opočno). Die Einrichtung des Ladens blieb in dem ursprünglichen Haus, lediglich umgezogen in andere Räume, erhalten. Neben dem ursprünglichen Möbel blieb vor allem viel von der ursprünglichen Ware und dem Verpackungsmaterial erhalten. Der Laden wurde bis 1950 betrieben. In den Regalen sind z.B. ausgestellt: Papier- und Bürobedarf, Galanterieartikel, Kerzen, Weihnachtsschmuck, Zündhölzer, Seifen, Drahtschwämme, Wetzsteine, Schrubbbürsten, Sensen, Rechen, Pulverfarben, Öle, Pechdraht, Ersatzteile für Petroleumlampen, Spirituskocher, Blumentöpfe, Bratpfannen, Töpfe, Deckel, Jutesäcke, Nägel, Kaffeesäckchen, Säckchen für Ware, Papierrollen für die Herstellung von Tüten und Figuren als Gaben für Kinder. Die automatische Kasse „National“ und die kleine hölzerne Dezimalwaage vom Pult stammen nicht aus dem Laden in Jásenná, sondern wurden aus dem Magazin des Museums ergänzt.

 

Runde B – Sägehalle

Mit dem Aufbau der Sägehalle wurde 2007 durch den Aushub der Grube für die gusseiserne und hölzerne Gattersäge begonnen. Allmählich wurden dann die Füße für die Übertragungswellen, die Pfosten für die Konstruktion des erhöhten Fußbodens und die Mechanismen der Gattersägen aufgebaut. Heute können Sie so drei funktionierende Gattersägen besichtigen, die um Expositionen des Zimmermanns, Schreiners, Wagners, Böttchers, Küfers und Schindelmachers ergänzt sind.

Die erste Gattersäge wurde im Januar 2005 aus Sopotnice, Konskriptionsnr. 152, bei Ústí nad Orlicí besorgt, wo auf ihr bis etwa 1976 geschnitten wurde. Ursprünglich stammte sie jedoch aus der Sägehalle bei der Mühle Trojanův mlýn aus Slatina nad Zdobnicí, offenbar um das Jahr 1900. Die Gattersäge ist eine Holzkonstruktion mit eigenem Antrieb der Walzen für das Weiterschieben der Stämme. Im Rahmen befinden sich 5 Sägeblätter. Die Gattersäge wird vom ursprünglichen Motor aus Sopotnice angetrieben. Die zweite Gattersäge stammt genau wie die dritte Gattersäge aus der Mühle und Sägemühle in Kunvald Konskriptionsnr. 211 und wurde im April 2006 erworben. Die Erwähnung dieser Säge datiert auf das Jahr 1836. Die Gattersäge hat eine Holzkonstruktion. Die Grube für die Kurbelwelle der einläufigen Gattersäge hat eine Tiefe von 2 Metern. Die Gesamthöhe des Rahmens der Gattersäge mit Kurbelwelle beträgt 6 Meter, die Länge des Rahmens für die Stämme ist 8,5 Meter. Das Daumenrad, das zum Weiterschieben des Rahmens mit dem Stamm dient, wurde von den Mitarbeitern des Handwerksmuseums neu nachgebaut, da das ursprüngliche stark beschädigt war. Im Rahmen der Gattersäge ist senkrecht ein einziges Sägeblatt eingespannt – daher die Bezeichnung „Einläufer“. Die Anzahl der Schwingungen pro 1 Minute ist etwa 86. Die Demontage, Umsetzung, Reparatur und wiederholte Installation war beim Einläufer zeitlich, physisch und auch technisch sehr anspruchsvoll. Die dritte Gattersäge stammt ebenfalls aus der Sägemühle in Kunvald und wurde im November 2006 erworben. Sie wurde 1921 von Jaroslav Červinka aus Týniště nad Orlicí hergestellt. Die Gattersäge ist voll gusseisern, Typ Orlice 50, und ermöglicht es, vertikal bis zu 11 Sägeblätter zu befestigen. Die Basis für die gusseiserne Gattersäge ist 2,2 m tief und hat ein Volumen von 6,5 m³. Die Anzahl der Schwingungen pro 1 Minute ist etwa 193. Das Gewicht der Gattersäge beträgt 2,8 Tonnen. Die Karren auf der Bahn stammen aus dem Sägewerk in Dolní Libchava. Beide Gattersägen aus Kunvald werden mit dem ursprünglichen Motor mit einer Leistung von 16 kW und einer Drehzahl von 1461/Minute angetrieben. Früher wurden sie jedoch über einen Wasserkanal angetrieben.

Die Wagner befanden sich häufig in einer gemeinsamen Zunft mit den Schmieden, auch ihre Werkstätten richteten sie meist nahe beieinander ein, weil sie an einem gemeinsamen Werk arbeiteten. Der Wanger schuf das hölzerne Produkt, das der Schmied beschlug. Das Holz, das der Wagner für seine Arbeit benötigte, musste fehlerlos, fest und zäh sein. Die Wagner fertigten Karren, Schubkarren, Tragkarren, wirtschaftliche Geräte, Werkzeuge, Transportmittel (Kutschen, Pritschenwagen und Skier). Für die Kutschenmacher bereiteten sie unterschiedliche Holzrahmen für Wagen und Schlitten, Achsen und Räder vor.

Die Tischlerei schied sich bereits im 12. Jahrhundert vom Zimmermannshandwerk ab. Die Tischlerei verwendet bessere Instrumente, verarbeitet Schnittholz dünnerer Stärke und verbindet einzelne Teile meist mit Leim (außer gegratete Verbindungen). Wir unterscheiden den Bau-, Möbel-, Parkett- und Kutschentischler. Eine besondere Art der Tischlerei war das Parketttischlern, für das wegen ihrer Farbigkeit vor allem fremdländische Hölzer verwendet wurden. Die Tischler oder Kistler, wie man früher sagte, fertigten vor allem Möbel, Stühle, Tische, Truhen, Schränke und auch Fenster und Türen, sie verkleideten Decken und Wände, nagelten und schnitzten Tore, Bilderrahmen usw. Einige stellten sogar hölzerne Musikinstrumente her (überwiegend Geigen und Lauten).

Das Küferhandwerk gab es in jedem größeren Dorf. Das Küferhandwerk wurde anfangs vor allem in Böttcher und Küfer unterteilt. Der Böttcher schuf hölzerne Behälter aus „weißem“ Weichholz (Wasserbottiche, Wannen, Zuber …) und beschlug sie zuerst mit hölzernen Reifen. Der Küfer machte Bottiche, Fässer und Tonnen aus „schwarzem“ Hartholz. Küfer beschlugen ihr schwarzes Werk mit Metallreifen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts verbanden sich beide Handwerke zu einem. Zum Niedergang dieses Handwerks kam es durch die Metallherstellung in Fabriken und die Nutzung von Metallbehältern in Haushalten. Es überlebte nur die Herstellung von Fässern für die Winzerei und die Bierbrauerei.

Der Schindelmacher stellte die Dachabdeckung – die Schindeln her. Eine Schindel ist ein Brettchen, das an der stärkeren Längsseite mit einer Nut versehen ist, und auf der anderen Seite ist es zu einer Feder gehobelt. Die Brettchen wurden durch das Spalten von Klötzen gewonnen, so dass sie sich später nicht verzogen. Die Mitte des Klotzes war unbrauchbar.

Runde C – Remise

Kočárovna stojí na nádvoří v jiném místě, než její dvě předchozí dřevěné verze. Tato zděná budova stála dříve pouze na kamenných sloupech, výplňové zdi přibyly mezi sloupy až po válce, kdy kočárovna sloužila jako sklad a garáže vozidel západní pomoci UNRA. Unikátní způsob provedení dřevěného krovu kočárovny je státem chráněnou památkou. (V současné době je krov zakryt sádrokartonovým stropem).

V roce 2009 byla v části této budovy připravena expozice historických povozů. Návštěvníci tak mohou vidět překrásně zdobený pohřební kočár, menší panské kočáry typu Victoria, které sloužili především pro dámy, ale také pro řadové panstvo. Jsou zde vystaveny i bryčky, jedna v původním stavu, druhá renovovaná. Tyto povozy byly rozšířeny u panských správců a později sedláků.

Jen málo kde je dnes běžně k vidění klasický žebřinový vůz, který se dříve běžně používal při svážení obilí a sena.

V expozici vozovny je několika vozy zastoupena i historická hasící technika. Snad nezajímavější je kočárová motorová stříkačka z roku 1926, kterou zakoupila hraběnka ze zámku POHLED pro ochranu před požárem svého panství. Stříkačka byla vyrobena v továrně R. A. Smekal, Praha Smíchov, Slatiňany - Čechy na Hané s výrobním číslem 1638 a stabilním motorem MARS. Stříkačka se zachovala v původním stavu v hasičském sboru v Šachotíně. Jen nápisy s názvem obce Pohled byly překryty silným nátěrem. Dále jsou vystaveny i stříkačky s ruční pumpou s čtyřmužnou obsluhou. Jedna z nich byla pořízena 6. 10. 1896 do nezjištěného sboru a patří k nejstarším z Moravy. Byla vyrobena v E. C. FLADER SORGENTHAL b/Pressnitz, Bohmen.

Krásně zrenovovaný vůz TATRA 57A byl v roce 1935 vyroben jako černá limuzína pro J. A. Popka z Hradce Králové. Další majitel, kterým byl místní řezník, jej však v 2. světové válce nechal upravit na dodávkový vůz zelené barvy, aby nemusel automobil odevzdat německé armádě.

Zajímavé jsou i krásné saně pro cestování v zimě. Cesty byly dříve stále zasněžené a tak se běžně jezdilo na saních ze zdejšího kraje až do Prahy.

Saně se sedátkem pro kočího vzadu za korbou, sloužily v nedalekých Českých Petrovicích pro dopravu porodní báby za prací. Poslední kočí vzpomínal, jak několikrát v noci, když se saně rychlou jízdou za rodičkou v nerovném horském terénu překlopili, hledal bábu potmě v hlubokém sněhu a nemohl ji najdout.

Nejmenší povozy jsou určeny dětem. Jsou to malé saně a kočárky z několika období. Nejstarší jsou čalouněné saně barokní a tříkolka.

Runde D – Zahn- und Frauenarztpraxis

Die Ausstellung "Zahn- und Frauenarztpraxis“ zeigt zwei verschiedene Zahnarztpraxen, Röntgen, eine einzigartige Frauenarztpraxis von 1924 und einen Operationssaal von 1960.

Die erste Praxis ist die eines Zahnarztes in einer Stadtwohnung. Zu sehen ist hier zum Beispiel einer der ersten Bohrer, der durch Treten auf ein Pedal angetrieben wurde. Ein zahnärztlicher Eingriff war damals bei weitem nicht so angenehm wie heute, das Bohren dauerte viel länger und von einer Kühlung mit Wasser konnte gar nicht die Rede sein. Die zweite Zahnarztpraxis stammt aus den Jahren 1940 – 1960, zu ihr gehören zum Beispiel auch ein funktionsfähiger Bohrer, der mit einem Elektromotor angetrieben wird, der nach dem Krieg aus Amerika nach Tschechien eingeführt wurde. Mutige Besucher können sich hier vom Führer auch die Zähne bohren lassen.

Im folgenden Teil können die Besucher dann einen Röntgenraum und eine Frauenarztpraxis besichtigen. Die einzigartig erhaltene Einrichtung stammt aus Smiřice von MUDr. Václav Pultr aus dem Jahr 1924. Die hölzerne gynäkologische Liege und einige Instrumente verbreiten heute eher Schrecken. Bemerkenswert sind sicher auch das Klappbett „Bergsonne“ und der Röntgenapparat – auch Röntgengeräte sehen heute ganz anders aus.

Der letzte Teil der Ausstellung widmet sich der Chirurgie. Zu sehen ist hier ein Operationstisch, ein Gerät für künstlichen Pneumothorax, alte Sterilisationsapparate und Rehabilitationshilfen. Reich vertreten sind hier Elektrotherapie- und Massagegeräte, die zu dieser Zeit sehr beliebte Hilfsmittel waren. Auch das Elektrotherapiegerät Violet Ray, das im Film „Postřižiny“ (Cutting it Short) mitspielte, befindet sich hier.
Die Ausstellung wird durch einen Touchscreen ergänzt, auf dem man sich zeitgenössische Bilder von Arztpraxen und Lithographien mit ärztlicher Thematik anschauen und in historische Medizinbücher Einblick nehmen kann

Runde E – Schulklasse

Das Wort Schule ist griechischen Ursprungs und bedeutete freie, leere Zeit, die zu geistiger Arbeit verwendet werden konnte, die Erholung darstellte und in der antiken Welt ein Privileg der bürgerlichen Schichten war. Das Lehren war eine der priesterlichen Aufgaben. Die Priester gründeten Schulen  und sorgten für die Bildung der höheren Schichten.

Unsere Schulklasse ist mit alten Schulbänken aus der Gemeinde Hrušová eingerichtet, und das Lehrerpult stammt aus der hiesigen Schule in Kunčice bei Letohrad, wo Herr Kněžek arbeitete, dem die Niederschrift der ältesten Einwohnerregister von Kunčice zu verdanken ist.

In den Schulen wurden folgende Fächer gelehrt: Religion, Lesen, Schreiben, die Unterrichtssprache, Erdkunde und Geschichte, Naturkunde und Naturlehre (die heutige Physik und Chemie), Rechnen zusammen mit einfacher Buchhaltung, Geometrie und geometrisches Zeichnen, Zeichnen von Hand, Schönschrift, Gesang, Handarbeiten und Leibesübungen.

Im Unterrichtsraum befinden sich nationale Trachten aus der Region des Adlergebirgsvorlands, aus Kyjov, Hlinsko und Svitavy.

Runde F – Landwirtschaftsausstellung

Die Hauptbeschäftigung der Menschen in alten Zeiten war die Beschaffung des grundlegenden Lebensbedarfs, was in erster Linie Nahrung war. Zuerst sammelten die Menschen das, was sie in der Natur fanden, später lernten sie, selbst Nahrung anzubauen. Mit fortschreitender Zeit konzentrierte sich die Arbeit in unserem Land auf die bewirtschafteten Grundstücke an Herrenhöfen, auf Pfarrfeldern, auf größeren landwirtschaftlichen Gehöften und Gütern und auf den Feldern von Kleinbauern. Die Ergebnisse der Arbeit auf diesen Ländereien ernährten dann die weltliche und kirchliche Herrschaft und auch das einfache Volk.

Auf großen Bauerngehöften war Gesinde beschäftigt, das zur Familie gehörte. Das Gesinde bestand aus Knechten (diese kümmerten sich um die Pferde, pflügten und fuhren die Gespanne), Mägden (die das Vieh versorgten und die Arbeit im Haus erledigten), Ochsenhirten, Ochsenknechten (denen leichtere Arbeiten auf dem Hof, wie das Weiden oder Striegeln der Pferde, oblagen), Schaf- und Gänsehirten (wo häufig auch Kinder beschäftigt waren). Die Aufsicht über das Gesinde hatte auf Herrenhöfen und bei Großbauern der Schaffner. Seine Frau, die Schaffnerin, kontrollierte die Mägde, achtete auf die Versorgung und Fütterung des Viehs und die Sauberkeit der Ställe. Die Knechte  traten den Dienst zu Neujahr an und gingen ein Jahr darauf am Stephanitag (26.12.) weg. Die Mägde kamen im Januar an Dreikönige (06.01.) und verließen den Hof ein Jahr später an Neujahr.

Hier in der Ausstellung sehen wir Gerätschaften ab dem Anfang der intensiveren Bodenbestellung mit der Entwicklung der Mechanisierung bis hin zum Jahr 1948. In unseren Regionen entstanden landwirtschaftliche Felder durch die allmähliche Rodung der Wälder, deren Holz für die Errichtung von Behausungen gebraucht wurde, und eine große Menge an Holz wurde auch als Brennmaterial für die umliegenden Glashütten im Adlergebirge verwendet. Nach dem Niederbrennen der Baumstümpfe, deren Asche als erstes Düngemittel diente, konnte die Bestellung des Bodens beginnen.

In der Exposition befinden sich das älteste Kuh- und Ochsenjoch, steilwendende Sturzpflüge, Sämaschinen, Dreschmaschinen, stabile Motoren, Strohseilmaschinen, Windfegen, der Traktor Svoboda 12, Fuhrwerke, Rodepflüge, Häcksler und weitere Landwirtschaftsmaschinen.

 

Runde H - Retro

Annähernde Besichtigungsdauer

RUNDE A Handwerksausstellung in drei Etagen des Kornspeichers individuelle Besichtigung ohne Führer: 30 - 60 min.
bestellte Gruppe mit Führer: 60 min
RUNDE B Mechanische Handwerke Besichtigung nur mit Führer: 50 min.
RUNDE C Remise – Wagenschuppen Besichtigung nur mit Führer: 15-20 min.
RUNDE D Zahn- und Frauenarztpraxis Besichtigung nur mit Führer: 25-30 min.
RUNDE E Schulklasse Besichtigung nur mit Führer: 15-20 min.
RUNDE F Landwirtschaftsausstellung Besichtigung nur mit Führer: 15-20 min.
RUNDE H Retro Besichtigung nur mit Führer: 40 min.

Disziplinierten Hunden an der Leine ist der Eintritt ins Museum erlaubt.